Vorarlberg

Programmübersicht
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Spielboden Dornbirn
Mo 27.3.2017 19:30 Der Fall Mubende und Herr Abass und das geklaute Land
Mo 3.4.2017 19:30 Landlust - Landfrust
Färbergasse 15, Rhombergs Fabrik
6850 Dornbirn
Kartenreservierung:
telefonisch unter 05572 21933
Online-Reservierung über www.spielboden.at

Rathaussaal Andelsbuch
Di 4.4.2017 19:30 AGROkalypse
Hof 351
6866 Andelsbuch

Kartenreservierung:
telefonisch unter 05512 2565
via email tourismus@andelsbuch.cnv.at

Altes Kino Rankweil
Mi 5.4.2017 20:00 Bauer sucht Crowd und Land für unser Essen
Bahnhofstraße 30
6830 Rankweil
Kartenvorverkauf bei ländleTICKET, Musikladen und Expert Tschanett Rankweil
Telefonische Kartenreservierung für Clubmitglieder des Alten Kinos bzw. für Gutschein-Besitzer*innen unter 05522 45387

RIO Kino Feldkirch
Do 6.4.2017 19:30 Milchflut
Marktgasse 18
6800 Feldkirch
Kartenreservierung:
telefonisch 05522 31464
via email reservierung@rio-feldkirch.at
www.rio-feldkirch.at

ARTENNE Nenzing
Fr 7.4.2017 19:30 Die neuen Großgrundbesitzer
Kirchgasse 6, Im Walgau
6710 Nenzing
Kartenreservierung:
telefonisch nachmittags unter 05525 64417

Preise:
€ 7,00 Normalpreis 
€ 5,00 Ermäßigung für Jugendliche, Studierende, Senior*innen, AK-Mitglieder
*) ggf. plus Vorverkaufsgebühr
Reservierte Karten sind bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abzuholen!



Spielboden Dornbirn
Mo, 27.3.2017, 19:30 Uhr

Österreich-Premiere
Der Fall Mubende
und der bittere Geschmack der Vertreibung
von Michael Enger
Deutschland 2016, 30 Min, deutsch
© Michael Enger, EZEF Verleih





 







Seit einigen Jahren werden in zahlreichen Ländern des Südens und auch Osteuropas größere Ländereien sowohl an private Investoren, Firmen, Investmentfonds als auch Staaten verkauft oder verpachtet, ohne dass deren Bewohner*innen gefragt worden wären.

Der Film dokumentiert die Folgen der gewaltsamen Vertreibung der Menschen von vier ugandischen Dörfern im August 2001 zugunsten der Kaweri Coffee Plantation, die der Hamburger Neumann Kaffee Gruppe angehört. Die Vertriebenen kämpfen bis dato um Entschädigung und Wiedergutmachung, denn da sie als Kleinbäuerinnen und -bauern kein Ackerland mehr zur Verfügung haben, hungern viele von ihnen bis heute.


Herr Abass und das geklaute Land
von Pia Lenz und Kristopher Sell
Deutschland 2016, 30 Min, deutsch
© NDR
 




 






Acht Entwicklungsbanken – darunter auch die österreichische – haben ein vermeintliches Zuckerrohrvorzeigeprojekt des Schweizer Energieunternehmens Addax BioEnergy in Sierra Leone zur Produktion von Agrartreibstoff unterstützt.

Der Film begleitet Abass Kamara, Menschenrechtsaktivist der sierra-leonischen Organisation SiLNoRF, die sich für das Recht auf Nahrung im eigenen Land einsetzt. Seine Reise führt ihn bis in den Deutschen Bundestag. Dort möchte er wissen, warum deutsches Steuergeld mit deren Zustimmung in ein Projekt fließt, das Menschen in seiner Heimat ihr Land nimmt, in Abhängigkeit bringt und Hunger leiden lässt. Der Film zeigt die Verbindungen zwischen staatlicher Entwicklungspolitik und Großprojekten wie diesem auf. 

Filmgespräch mit:
Brigitte Reisenberger (FIAN Österreich, Projekt "Hands on the Land")
Martin Strele (Verein "Bodenfreiheit")


Spielboden Dornbirn
Mo, 3.4.2017, 19:30 Uhr

Landlust - Landfrust
Bauerntöchter über den Wandel in der Landwirtschaft
von Gabriele Schiller
Österreich 2015, 45 Min, deutsch

© pretv.at









 


Der Film nimmt die Zuseher*innen mit auf eine Reise von der Stadt in die Dörfer. Inmitten scheinbar ländlicher Idylle erzählen Bauerntöchter vom Leben und Überleben in der  Landwirtschaft.
Die sehr persönlichen Lebensgeschichten von fünf Frauen veranschaulichen eindrucksvoll den Wandel der Landwirtschaft. Fernab von parteipolitischen Lobbys sind die Frauen ihren Weg gegangen. Sie haben Familien gegründet und Verbündete gefunden, persönliche Krisen überstanden und dabei ihre Sicht der Dinge entwickelt.


Genau deswegen sind die Bäuerinnen davon überzeugt, dass Landwirtschaft mehr ist als nur Profitmaximierung. Ihrer Meinung nach ist es Zeit, Barrieren zu überwinden. Der Kampf um eine intakte Natur hat Land- wie Stadtmenschen zu einer Schicksalsgemeinschaft gemacht.

Durchgeführt in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Vorarlberg.
 
Filmgespräch mit:

Katharina Purin (Bio-Gemüsegärtnerin, Quereinsteigerin, auf Hofsuche)
Bernadette Nesensohn (Bio-Bergbäuerin)

Rathaussaal Andelsbuch
Di, 4.4.2017, 19:30 Uhr

Österreich-Premiere
AGROkalypse
Der Tag, an dem das Gensoja kam

von Marco Keller 
Deutschland, Brasilien 2016, 60 Min, OF dt UT
© coreoperation.de













AGROkalypse erzählt die Geschichte brasilianischer Indigener vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Fleischkonsums. Soja stellt eine Schlüsselfunktion in der globalen Agrarindustrie dar und wird vor allem in der Massentierhaltung eingesetzt. Brasilien ist einer der größten Sojaproduzenten der Welt – und setzt dabei mehrheitlich auf gentechnisch verändertes Soja.

Der Dokumentarfilm folgt der Sojabohne einerseits auf ihrem Weg in die europäischen Futtertröge, andererseits aber auch in die Regale von Bioläden. Dabei werden die direkten Zusammenhänge von Landkonflikten und Umweltfolgen deutlich.
Porträtiert wird auch das Engagement des Tofu-Pioniers Wolfgang Heck und die prekäre Situation der Guarani-Kaiowá, Brasiliens größter indigener Ethnie.

Filmgespräch mit:
Simone König (bodensee akademie)
Stefan Schartlmüller (Quereinsteiger i.d. Landwirtschaft, auf Hofsuche)



Altes Kino Rankweil 
Mi, 5.4.2017, 20:00 Uhr

Bauer sucht Crowd
von Nina Rath und Katharina Landsmann
Österreich 2015, 25 Min, deutsch
© Nina Rath











Was geschieht, wenn man ein alternatives Wirtschaftsmodell wie "CSA -  Community Supported Agriculture" in Österreich in die Praxis umsetzt? Ein Modell, das auf Solidarität, auf Gemeinschaft basiert und das Verhältnis Bauer/Bäuerin und Konsument*in völlig neu definiert, in dem die Art der Produktion und Vermarktung in einer neuen Beziehung zu den Lebensmitteln gründet.

Die österreichische Dokumentation "Bauer sucht Crowd" schafft es, anhand spannender Porträts von sechs Bauernhöfen und ihren Mitgliedern in beeindruckenden Bildern die Herausforderungen und Vorteile eines solchen Wirtschaftsmodells zu beleuchten.


Österreich-Premiere
Land für unser Essen
von Julio Molina Montenegro
Europa 2016, 35 Min, engl OF dt UT
© accesstoland.eu
















Einem jungen Bauern aus Farnham (England) namens Gavin wird mit seinem solidarischen Landwirtschaftsprojekt der Pachtvertrag gekündigt. Er steht damit vor einem Problem, das den meisten Konsument*innen kaum bewusst ist: fehlender Zugang zu Land.

Im Dokumentar-Road-Movie »Land für unser Essen« besucht Gavin verschiedene Initiativen in England, Frankreich, Katalonien, Italien und Rumänien und macht dabei die Erfahrung, in Europa keineswegs allein zu sein.
Der Film ist eine gute Einführung in die Thematik «Zugang zu Land in Europa» und zeigt, dass es auch hier mehr Aufmerksamkeit braucht.

Filmgespräch mit:
Sonja Burtscher (Gemüsebäuerin, Einsteigerin in die Landwirtschaft)
Simon Vetter (Bio-Gemüsebauer und Verein "Bodenfreiheit")

RIO Kino Feldkirch
Do, 6.4.2017, 19:30

Milchflut
Melken bis zum Ruin
von Christoph Würzburger, Monika Anthes und Edgar Verheyen
Deutschland 2016, 44 Min, deutsch

mit freundlicher Genehmigung des SWR
© SWR









 

Wie kann es sein, dass Vollmilch inzwischen billiger ist als Mineralwasser? Und warum produzieren die Bauern und Bäuerinnen trotzdem immer mehr und melken sich damit in den Ruin?

Dieser Dokumentarfilm unternimmt eine Spurensuche in die paradoxe Welt der Milcherzeugung, gewährt Einblick in die Ställe, Molkereien, Behörden und lässt verschiedene Akteur*innen zu Wort kommen. "Wachse oder Weiche" - diesem Motto folgend haben sich viele Milcherzeuger*innen in der Vergangenheit massiv verschuldet, haben in größere Tierbestände und moderne Stalltechnik investiert. Landwirtschaftsberater und Politik hatten sie dazu ermutigt. Nicht zuletzt mit verheerenden Konsequenzen für Länder im Globalen Süden – denn dort produziert die Milch-Sintflut Armut.

Filmgespräch mit:
Irene Schneller (Bio-Bäuerin, ÖBV - Via Campesina Austria)
Manuel Kirisits (Bio Austria)
Jürgen Burtscher (Milchbauer, Bauernstammtisch Großwalsertal)


ARTENNE Nenzing
Fr, 7.4.2017, 19:30

Die neuen Großgrundbesitzer
Das Geschäft mit Europas Boden
von Jutta Pinzler und Cordula Echterhoff
Deutschland 2015, 53 Min, deutsch
© NDR














Ackerland wird weltweit rar – auch in Europa. Aktiengesellschaften, börsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die Kleinbäuerinnen und -bauern können gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen. Die Folge: Das Land befindet sich zunehmend in der Hand einiger weniger.

Der Dokumentarfilm zeigt die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Landwirtschaft: Ackerland ist das neue Gold der Kapitalmärkte, und zwar in ganz Europa. Der Film gibt sowohl Einblick in den "Run" der Investoren auf Ackerland in Rumänien und in Ostdeutschland wie auch in alternative, kleinstrukturierte und kooperative Landwirtschaftsmodelle in Frankreich und in Spanien.

Filmgespräch mit:

Matthias Henning (CSA-Landwirt)
Willi Schneller (Bio-Bauer, ÖBV-Via Campesina Austria)
Martin Strele (Verein "Bodenfreiheit")