Landraub


Landraub

Land: A | Jahr: 2015
Genre: Dokumentation
Filmstart: 18.09.2015
Regie: Kurt Langbein

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.

LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.

LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben Mal mehr – 23 Energieeinheiten.

LANDRAUB zeigt die Dimensionen. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert.

LANDRAUB erzählt, was das mit uns zu tun hat. Es sind Programme der EU, die zu Mega-Plantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder, mit denen Super-Reiche ihre Investitionen absichern.

LANDRAUB wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun. Der Widerstand gegen "Landgrabbing" wird kräftiger und lauter.



In Kooperation mit den Filmtagen zum Recht auf Nahrung Hunger.Macht.Profite. läuft der Film Landraub in ausgewählten Kinos mit anschließenden Filmgesprächen.  


Das Publikum ist eingeladen mit ImpulsgeberInnen über Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Seht Euch den Film an, redet mit, bildet Euch eine Meinung, erzählt weiter, was Ihr gehört und gesehen habt und werdet selbst aktiv. Weltweit und auch in Österreich leisten bäuerliche Bewegungen und ihre UnterstützerInnen Widerstand gegen Land Grabbing.

Termine mit anschließendem Filmgespräch


18.9.2015 16:00 Uhr Wearfair Linz
Gesprächsrunde zum Thema Land Grabbing mit  Kurt Langbein, Regisseur „Landraub“und Brigitte Reisenberger, FIAN Österreich.

21.9.2015 20:00 Uhr Cinema Paradiso Baden
mit Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich.

24.9.2015 18:30 Uhr, Programmkino Wels
mit Christian Brüser, Drehbuchautor „Landraub“ und Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich.

24.9.2015 20:00 Uhr, Metrokino Bregenz
in Kooperation mit dem Filmforum Bregenz mit Philipp Salzmann von FIAN Österreich und Martin Strele vom Verein Bodenfreiheit.

28.9.2015 20:00 Uhr, Lichtspiele Lenzing
mit Philipp Salzmann von FIAN Österreich.

28.9.2015 Wien, Village Cinema
in Kooperation mit dem FALTER, mit dem Regisseur „Landraub“ Kurt Langbein, Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich, Monika Auer von ÖGUT und Johannes Gutmann von Sonnentor, moderiert von Florian Klenk.

29.9.2015 18:00 Uhr Kino RIO in Feldkirch
mit eine_r Vertreter_in von FIAN Österreich.

9.10.2015 18:30 Uhr Kino im Kesselhaus Krems
mit dem Drehbuchautor „Landraub“ Christian Brüser und Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich.


Weitere Infos zum Thema:
Kampagne: Hands on the Land for Food Sovereignty www.handsontheland.net
Bewegung für Ernährungssouveränität in Österreich www.ernährungssouveränität.at

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